Die Diskussion um die zukünftige Struktur des Rettungsdienstes im Landkreis Hildesheim sorgt aktuell für große Unruhe – auch in unserer Gemeinde. Der neue Bedarfsplan sieht vor, die Zahl der Rettungsfahrzeuge stark zu reduzieren: von derzeit 30 auf nur noch 18. Damit verbunden ist die angekündigte Schließung der Rettungsaußenstelle in Sottrum, die seit drei Jahren erfolgreich im Betrieb ist. Sie ist mit einem Rettungswagen besetzt und trägt maßgeblich zur Verbesserung der notfallmedizinischen Versorgung in unserer Gemeinde bei.

Der neue Rettungsdienstbedarfsplan wurde im Kreistag mit den Stimmen der SPD-geführten Mehrheitsgruppe beschlossen. Die Holler SPD stimmt diesem Beschluss zu.

Im Zentrum der Debatte steht die sogenannte Hilfsfrist – die Zeitspanne, die ein Rettungsmittel vom Eingang des Notrufs bis zum Eintreffen am Einsatzort benötigt. Diese soll in 95% der Fälle maximal 15 Minuten betragen. Doch bereits heute wird diese Marke im Landkreis Hildesheim nicht erreicht. Die Verringerung der Anzahl von Rettungsfahrzeugen verbunden mit der Schließung „unserer“ Außenstelle würde diese Situation deutlich verschärfen, ganz besonders für die Region Holle.

Ein vorgebrachtes Argument gegen den Erhalt der Außenstelle ist, dass das dort stationierte Fahrzeug auch für Krankentransporte in benachbarte Landkreise eingesetzt werden könnte – ein vermeintlicher „Verlust“ für die Region. Doch diese Argumentation greift zu kurz. Denn konsequent zu Ende gedacht, müssten dann fast alle Fahrzeuge in der Mitte des Landkreises stationiert werden – mit fatalen Folgen für die Fläche. Auf Drängen der Kostenträger steht die Region zudem bereits im Austausch mit den Landkreisen Salzgitter und später Goslar für eine gemeinsame Leitstelle – ein weiterer Beleg dafür, daß interkommunale Zusammenarbeit gewünscht und notwendig ist. Gerade unter solchen Bedingungen ist es entscheidend, bestehende Infrastruktur nicht leichtfertig aufzugeben.

Hier zeigt sich, wie wichtig engagierte Kommunalpolitik vor Ort ist. Es geht nicht um rein statistische Bedarfsplanung, sondern um konkrete Lebensqualitäten der Menschen – um Minuten, die im Notfall über Leben und Tod entscheiden können. Der Erhalt der Rettungsaußenstelle in Holle/Sottrum ist nicht nur sinnvoll, sondern unverzichtbar. Der CDU-Gemeindeverband und die Gruppe CDU/Grüne Bürgerliste im Holler Gemeinderat setzen sich mit Nachdruck für den Fortbestand unserer Außenstelle ein – zum Schutz und im Interesse der Bürgerinnen und Bürger im südöstlichen Landkreis Hildesheim.