Mit einer gut besuchten Auftaktveranstaltung ist die neue Dialogreihe der Gruppe CDU/Grüne Bürgerliste in Sottrum gestartet. Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, ihre Anliegen, Ideen und Hinweise direkt mit der Kommunalpolitik zu besprechen. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, den offenen Austausch zu stärken und aktuelle Themen aus den Ortschaften gemeinsam zu diskutieren.
Ein Thema des Abends war die Parkplatzsituation im Bereich des Sottrumer Kindergartens. Besonders während der Bauphase wurde diese von Anwohnern als unbefriedigend beschrieben. Durch parkende Autos kam es immer wieder zu unübersichtlichen Situationen. Als mögliche kurzfristige Lösung wurde ein befristetes einseitiges Halteverbot vorgeschlagen. Außerdem wurde angeregt, dass die KiTa-Leitung auf Eltern und Besucher einwirkt, damit Fahrzeuge rücksichtsvoller und verkehrssicherer abgestellt werden.
Positiv aufgenommen wurde, daß in der Straße „Im Hagen“ neue Bäume nachgepflanzt wurden. Mehrere Bürger lobten diese Maßnahme ausdrücklich und regten gleichzeitig an, auch an anderen Gemeindestraßen verstärkt Baumnachpflanzungen vorzunehmen, um das Ortsbild aufzuwerten und einen Beitrag zu Klima- und Umweltschutz zu leisten.
Ein weiteres Anliegen der Bürgerinnen und Bürger betraf die zukünftige Entwicklung der Ortschaften. Teilnehmer baten die Kommunalpolitik darum, die Dorferweiterungen aufmerksam im Blick zu behalten und die Entwicklung mit Augenmaß zu gestalten, damit der dörfliche Charakter erhalten bleibt.
Die Gruppe CDU/Grüne Bürgerliste war erfreut über die rege Beteiligung und die konstruktive Diskussion. „Die vielen Anregungen zeigen, wie wichtig der rege Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern ist“, betonten sowohl Dr. Henning Zellmer als auch Gerd Samblebe. Sie bedankten sich ausdrücklich bei allen Teilnehmern für ihr Interesse und ihre Beiträge.
Auch Bürgermeister Falk-Olaf Hoppe richtete sich mit einem Appell an die Anwesenden. Er ermutigte alle Bürgerinnen und Bürger, sich aktiv für ihren Ort zu engagieren – sei es bei Themen wie der Ortsdurchfahrt in Sottrum oder beim Hochwasserschutz. Nur durch gemeinsames Engagement könne die Gemeinde langfristig erfolgreich weiterentwickelt werden.
Die Dialogreihe wird in den kommenden Wochen fortgesetzt. Die nächste Veranstaltung findet am 16. März in Grasdorf in den Kutscherstuben statt, ein weiterer Termin folgt am 20. April im Dorfgemeinschaftshaus Hackenstedt. Beginn der Veranstaltungen ist jeweils um 18.30 Uhr. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich einzubringen und ihre Anliegen zu diskutieren.

Unterstützen Sie die Holler CDU in Ihren Ideen zur Kommunalpolitik

Die kommenden fünf Jahre bieten für unsere Gemeinde Holle eine wichtige Chance: gemeinsam Weichen zu stellen, Bewährtes zu sichern und Neues mutig anzugehen. Die CDU Holle nutzt diese Zeit, um ihre kommunalpolitischen Ziele neu zu definieren – und dabei stehen Sie im Mittelpunkt. Denn wir sind überzeugt: Ihre Ziele sollen unsere Ziele werden.
Unsere Orte, unsere Umgebung und unser Vereinsleben sind so vielfältig wie die Menschen, die hier leben. Niemand kennt die Herausforderungen und Potenziale vor Ort besser als Sie selbst. Sie wissen am besten, wo „der Schuh drückt“ – sei es bei der Verkehrssituation, der Kinder- und Jugendarbeit, der Infrastruktur, dem Umwelt- und Naturschutz oder der Unterstützung unserer Vereine. Genau dieses Wissen möchten wir aufnehmen und in unsere politische Arbeit einfließen lassen.
Deshalb laden wir Sie herzlich ein, uns Ihre Ideen, Anregungen und Wünsche für die Holler Kommunalpolitik mitzuteilen. Was sollte sich in den nächsten fünf Jahren verbessern? Welche Projekte liegen Ihnen am Herzen? Wo sehen Sie konkreten Handlungsbedarf, aber auch neue Chancen für unsere Heimat? Ihre Perspektive ist für uns von unschätzbarem Wert.
Die CDU Holle möchte gemeinsam mit Ihnen unsere Ortschaften weiterentwickeln – pragmatisch, bürgernah und zukunftsorientiert. Ob es um die Gestaltung des Ortsbildes, die Stärkung des Ehrenamtes, nachhaltige Entwicklung oder den Zusammenhalt in der Gemeinde geht: Gute Kommunalpolitik entsteht im Dialog. Nur wenn viele mitdenken und mitgestalten, kann eine lebendige und lebenswerte Gemeinde wachsen.
Bitte senden Sie uns Ihre Ideen bis zum 30. April 2026, möglichst per E-Mail an cdu-holle@web.de. Jede Rückmeldung wird sorgfältig gelesen und in die Erarbeitung unserer kommunalpolitischen Ziele für die nächsten fünf Jahre einbezogen. Ihre Vorschläge sind bei der CDU Holle in guten Händen – sie sind die Grundlage auf der eine tragfähige und bodenständige Politik für unsere Heimat wachsen kann.
Nutzen Sie die Gelegenheit, unsere gemeinsame Heimat direkt mitzuentwickeln. Gestalten Sie mit uns die Zukunft von Holle, Ihrer Ortschaft, Ihrer Umgebung und Ihres Vereins. Gemeinsam können wir viel bewegen – für heute und für die kommenden Generationen.

Politik lebt vom Dialog – und genau diesen Dialog möchten wir stärken.

Deshalb geht die Gruppe CDU/Grüne Bürgerliste ab Februar neue Wege: Einmal pro Monat kommen wir direkt in die Ortschaften unserer Gemeinde, um gemeinsam mit Ihnen und unserem Bürgermeister über aktuelle kommunalpolitische Themen zu sprechen. Nicht im Rathaus, sondern vor Ort – dort, wo die Themen entstehen und wo sie die Menschen ganz konkret betreffen.
Im Mittelpunkt der Gespräche stehen wichtige Projekte und Herausforderungen, die viele Bürgerinnen und Bürger bewegen. Dazu gehören unter anderem die Radwege Hackenstedt/Sottrum sowie Holle/Grasdorf, die für mehr Sicherheit und bessere Mobilität sorgen werden. Ebenso möchten wir über den Rettungsdienstbedarfsplan sprechen und dabei auch die Konsequenzen des Fortfalls der Rettungsaußenstelle Sottrum erörtern, die im Ernstfall wertvolle Minuten retten kann.
Weitere Themen sind der Lärmschutz, insbesondere im Zuge der Autobahn und der B 6, sowie der Hochwasserschutz und Regenrückhaltebecken, die angesichts zunehmender Starkregenereignisse immer wichtiger werden. Auch die Zukunft der Wind- und Sonnenenergie in unserer Gemeinde wird eine zentrale Rolle spielen – denn die Energiewende gelingt nur gemeinsam, mit transparenten Informationen und offener Diskussion.
Mit dieser Veranstaltungsreihe möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben, Ihre Fragen direkt an unseren Bürgermeister und uns zu richten. Was beschäftigt Sie ganz persönlich? Welche Entscheidungen wünschen Sie sich? Welche Sorgen oder Ideen haben Sie für Ihre Ortschaft? Bringen Sie Ihre Themen mit und kommen Sie mit uns ins Gespräch.
Folgende Termine sind vorgesehen:
 23. Februar – Sottrum, Kollmann’s Gasthof
 16. März – Grasdorf, Kutscherstuben
 20. April – Hackenstedt
 18. Mai – Derneburg
 22. Juni – Heersum
 13. Juli – Sillium
 17. August – Holle
Die Termine beginnen jeweils um 18.30 Uhr

Am 6. Dezember fand vor dem Rathaus der Gemeinde Holle eine Solidaritätskundgebung für den Rettungsdienst statt. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger folgten dem gemeinsamen Aufruf von Gemeinderat und Bürgermeister, um ein deutliches Zeichen gegen eine befürchtete Verschlechterung der Notfallversorgung zu setzen – insbesondere im Gebiet der Gemeinde Holle, aber auch im gesamten Landkreis Hildesheim.

Hintergrund der Kundgebung war eine geplante Veränderung im Rettungsdienstbedarfsplan des Landkreises und die Schließung der Rettungsaußenstelle Holle/Sottrum. Die Gruppe CDU/Grüne Bürgerliste bedauerte diese Entscheidung ausdrücklich und bekundete ihre uneingeschränkte Unterstützung für die Kundgebung. Aus Sicht der Gruppe ist eine wohnortnahe und leistungsfähige Notfallversorgung ein unverzichtbarer Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge.
Als Redner traten der Bürgermeister der Gemeinde Holle, Falk-Olaf Hoppe, sowie der Notarzt Fabian Becker auf. Beide appellierten eindringlich an den Landkreis, den Landrat und die Mehrheitsgruppe im Kreistag, den beschlossenen Rettungsdienstbedarfsplan kritisch zu überprüfen und zu überarbeiten. Ziel müsse es sein, die Versorgungssicherheit der Bevölkerung dauerhaft zu gewährleisten.
Notarzt Fabian Becker schilderte aus seiner täglichen Praxis die konkreten Probleme, die sich bereits jetzt abzeichnen. Er verwies unter anderem auf die Verringerung der Anzahl von Rettungssanitätern und auf schwierige Entscheidungen in der Rettungsleitstelle. Dort müsse zunehmend abgewogen werden, ob ein Rettungswagen oder lediglich ein Krankenwagen eingesetzt werde – mit potenziell gravierenden Folgen für Patientinnen und Patienten in akuten Notlagen.
Bürgermeister Falk-Olaf Hoppe machte deutlich, dass die gesetzlich geforderte Hilfsfrist von 15 Minuten, innerhalb derer ein Rettungswagen am Einsatzort sein muss, schon zu Zeiten der Stationierung eines Rettungswagens in Sottrum nicht eingehalten werden konnte. Diese Frist muss in 95% aller Fälle erreicht werden. Durch den Abzug des Rettungsmittels und die zeitliche Reduzierung der Rettungssanitäter an den benachbarten Rettungswachen in Bockenem und Schellerten werde sich diese Situation nach seiner Einschätzung weiter verschärfen.
Zum Ende seiner Rede reichte Bürgermeister Hoppe dem Landrat dennoch die Hand und unterstrich die Bereitschaft der Gemeinde Holle zu konstruktiver Zusammenarbeit. Er erläuterte, dass im Haushalt 2026 finanzielle Mittel eingeplant sind, um die Einrichtung einer Rettungswache im Gemeindegebiet zu ermöglichen.
Die Gruppe CDU/Grüne Bürgerliste unterstützt diese Investition ausdrücklich und hat dem Vorhaben im Rahmen der Haushaltsberatungen selbstverständlich zugestimmt. Die Kundgebung machte insgesamt deutlich, dass die Bürgerinnen und Bürger in Holle und Umgebung geschlossen hinter dem Rettungsdienst stehen und eine sichere, verlässliche Notfallversorgung einfordern.

CDU-Gemeindeverband setzt sich für den Erhalt des Rettungswagens in Sottrum ein

Der CDU-Gemeindeverband Holle hat zu einer Podiumsdiskussion eingeladen, um über den Verlust der Rettungsaußenstelle in Sottrum und den Rettungsdienstbedarfsplan des Landkreises zu informieren und gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Dieses Thema bewegt viele Menschen in unserer Gemeinde, denn mit dem Abzug des Rettungswagens gibt es eine deutliche Verschlechterung der Notfallversorgung.

Vertreterinnen und Vertreter des Landkreises waren zwar zur Teilnahme angefragt, wirkten jedoch nicht mit. So eröffnete zunächst der Holler Gemeindebürgermeister Falk-Olaf Hoppe gemeinsam mit dem Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Rettungsdienst Jan-Niklas Schöps die Diskussion. Sie schilderten die aktuellen Planungen und deren Folgen für die Gemeinde Holle, bevor das Publikum die Gelegenheit hatte, Fragen zu stellen und seine Sorgen zu äußern.

Besonders kritisch wurde angemerkt, dass der Rettungswagen aus Sottrum bereits zum 01.09.2025 abgezogen wurde – obwohl der neue Rettungsdienstbedarfsplan erst nach dem 30.06.2026 in Kraft tritt. Das neue Konzept sieht u.a. vor, daß Krankentransporte künftig nicht mehr von Rettungssanitätern begleitet werden, wodurch Personal eingespart wird. Gleichzeitig wird aber auch die Gesamtzahl der Rettungssanitäter reduziert.

Ein häufig vorgebrachtes Argument des Landkreises lautet, ein striktes Monitoring solle die Wirksamkeit des neuen Plans überwachen. Dem entgegnen die Diskutierenden, daß eine solche Qualitätssicherung bereits seit 2017 vorgeschrieben sei – ohne dass sich die Versorgung seitdem verbessert hätte. Außerdem wurde auf die Situation im Landkreis Hameln hingewiesen. Dort gibt es bei deutlich kleinerer Fläche und Bevölkerungszahl genauso viele Rettungsfahrzeuge und Rettungssanitäter wie im Landkreis Hildesheim. Das bedeutet für Hamel im Vergleich zu Hildesheim eine deutlich bessere Versorgung.

Ein zentraler Kritikpunkt sind auch die Hilfsfristen. Diese legen fest, daß Rettungskräfte in 95% der Fälle innerhalb von 15 Minuten am Einsatzort sein müssen – ein Wert, der in Niedersachsen ohnehin deutlich weniger ambitioniert ist als in vielen anderen Bundesländern ist. In Holle wird diese Frist bereits jetzt in weniger als 70% der Fälle eingehalten. Für manche Holler Ortsteile werden diese 15 Minuten bereits unter optimalen Fahrtbedingungen allein für die Anfahrt benötigt. Der Abzug des Rettungswagens hat dieses Problem verschärft und stellt eine reale Gefahr für die Bevölkerung dar.

Auch das Argument, ehrenamtliche „First Responder“ oder verbesserte Erste-Hikfe-Ausbildung könnten diese Lücke schließen, wurde deutlich relativiert. Die „First Responder“ leisten eine hervorragende Arbeit, sie können jedoch keine ausgebildeten Rettungssanitäter ersetzen und dürfen nicht noch stärker belastet werden.

Besonderes Erstaunen rief die Haltung der Kreistagsabgeordneten Simone Flohr aus Sillium hervor, die den neuen Bedarfsplan vehement verteidigte und den Abzug des Rettungswagens und somi die damit einhergehende Verschlechterung der Notfallversorgung in ihrer eigenen Gemeinde unterstütze.

Zum Abschluss der Veranstaltung rief Nicole Sukop als Moderatorin alle Anwesenden dazu auf, die laufende Petition „Neufassung des Rettungsdienstbedarfsplans der Stadt und des Landkreises Hildesheim“ zu unterstützen. Ziel ist es, mindestens 5.000 Stimmen innerhalb von sechs Wochen ab dem 08. September zu sammeln, damit der Landtag sich mit dem Thema befasst. So könne jede Bürgerin und jeder Bürger einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Rettungsaußenstelle in Sottrum leisten.

Reduzierung von Rettungswagen im Stadt und Landkreis Hildesheim zurücknehmen

Das Problem
Bitte: Retten Sie den Rettungsdienst in Stadt und Landkreis Hildesheim!
Wir sind 365 Tage, 24 Stunden im Jahr, bei Wind und Wetter zur Stelle und versuchen unser bestes zu geben, um Leben zu retten, Schmerzen zu lindern, Krankheits- und Unfallfolgen zu minimieren.
Jeder von uns in Stadt und Landkreis Hildesheim ist von diesem Thema betroffen. Zwar hoffen wir alle, niemals in die Notlage zu kommen, einen Rettungswagen zu benötigen, aber zurzeit gibt es noch eine fragwürdig „angemessene“ Anzahl von Fahrzeugen. Genauer gesagt, verfügen wir gerade über 30 Rettungstransportmittel, von denen 26 zur Zeit noch als Mehrzweckfahrzeuge eingestuft sind. Unter gegebenen Umständen ab dem nächsten Sommer 2026, wird sich die Situation dramatisch ändern. Anstatt der aktuellen 30 Fahrzeuge (inkl. NEF) werden dann für die gesamte Stadt und den Landkreis nur noch 18 Rettungswagen zur Verfügung stehen, um die Hilfsfrist zu erreichen. Insgesamt werden die Vorhaltestunden von Rettungsmitteln, die mit seinem Notfallsanitäter mit dreijähriger Ausbildung besetzt sind, um knapp 600 Stunden reduziert – pro Woche. Die Berücksichtigung des NEF in Bezug auf den Erreichungsgrad sehen wir auf Grund der zu erwartenden Einsatzdopplung kritisch. Mit der Reduzierung wird das Risiko erhöht, dass wir im Ernstfall aufgrund von nicht verfügbaren Rettungswagen in Not geraten könnten. Berichten zufolge könne es aufgrund der verringerten Anzahl von Rettungswagen zu längeren Wartezeiten kommen, die in Notfallsituationen kostbare Minuten kosten. Es ist unsere Pflicht, für die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger einzustehen.
Hintergrund:
Bereits seit Jahren wird der vom Land Niedersachsen festgelegte P95-Wert im Landkreis Hildesheim nicht erreicht mit 88,4%. Das bedeutet, dass vor allem im Kreisgebiet die Notfallrettungstransportmittel häufig länger als die geforderten 15 Minuten zum Einsatzort benötigen.
Unterstützen Sie uns als Arbeitsgemeinschaft Rettungsdienst-Hildesheim e.V., die geplante Reduzierung der Rettungswagen in Hildesheim zurückzunehmen. Bitte unterschreiben Sie diese Petition jetzt.

Die Diskussion um die zukünftige Struktur des Rettungsdienstes im Landkreis Hildesheim sorgt aktuell für große Unruhe – auch in unserer Gemeinde. Der neue Bedarfsplan sieht vor, die Zahl der Rettungsfahrzeuge stark zu reduzieren: von derzeit 30 auf nur noch 18. Damit verbunden ist die angekündigte Schließung der Rettungsaußenstelle in Sottrum, die seit drei Jahren erfolgreich im Betrieb ist. Sie ist mit einem Rettungswagen besetzt und trägt maßgeblich zur Verbesserung der notfallmedizinischen Versorgung in unserer Gemeinde bei.

Der neue Rettungsdienstbedarfsplan wurde im Kreistag mit den Stimmen der SPD-geführten Mehrheitsgruppe beschlossen. Die Holler SPD stimmt diesem Beschluss zu.

Im Zentrum der Debatte steht die sogenannte Hilfsfrist – die Zeitspanne, die ein Rettungsmittel vom Eingang des Notrufs bis zum Eintreffen am Einsatzort benötigt. Diese soll in 95% der Fälle maximal 15 Minuten betragen. Doch bereits heute wird diese Marke im Landkreis Hildesheim nicht erreicht. Die Verringerung der Anzahl von Rettungsfahrzeugen verbunden mit der Schließung „unserer“ Außenstelle würde diese Situation deutlich verschärfen, ganz besonders für die Region Holle.

Ein vorgebrachtes Argument gegen den Erhalt der Außenstelle ist, dass das dort stationierte Fahrzeug auch für Krankentransporte in benachbarte Landkreise eingesetzt werden könnte – ein vermeintlicher „Verlust“ für die Region. Doch diese Argumentation greift zu kurz. Denn konsequent zu Ende gedacht, müssten dann fast alle Fahrzeuge in der Mitte des Landkreises stationiert werden – mit fatalen Folgen für die Fläche. Auf Drängen der Kostenträger steht die Region zudem bereits im Austausch mit den Landkreisen Salzgitter und später Goslar für eine gemeinsame Leitstelle – ein weiterer Beleg dafür, daß interkommunale Zusammenarbeit gewünscht und notwendig ist. Gerade unter solchen Bedingungen ist es entscheidend, bestehende Infrastruktur nicht leichtfertig aufzugeben.

Hier zeigt sich, wie wichtig engagierte Kommunalpolitik vor Ort ist. Es geht nicht um rein statistische Bedarfsplanung, sondern um konkrete Lebensqualitäten der Menschen – um Minuten, die im Notfall über Leben und Tod entscheiden können. Der Erhalt der Rettungsaußenstelle in Holle/Sottrum ist nicht nur sinnvoll, sondern unverzichtbar. Der CDU-Gemeindeverband und die Gruppe CDU/Grüne Bürgerliste im Holler Gemeinderat setzen sich mit Nachdruck für den Fortbestand unserer Außenstelle ein – zum Schutz und im Interesse der Bürgerinnen und Bürger im südöstlichen Landkreis Hildesheim.